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Die europäische Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) hat eine direkte Wirkung auf die Landwirtschaft (erste Säule) und die ländliche Entwicklung mit einer vollständigen Einbeziehung der Landwirtschaft im ländlichen Raum (zweite Säule, siehe http://ec.europa.eu/agriculture/rurdev/index_de.htm).

Da die Mitgliedstaaten die EU-Politik in ihrer eigenen Region umsetzen, verabschiedete Flandern (in Belgien zuständig für die Agrarpolitik in der flämischen Region) eine eigene flämische Strategie und ein eigenes Programm zur ländlichen Entwicklung (PDPO).

Nach einem ersten Programmzeitraum (2000-2006) und dem zweiten Programzeitraum (2007-2013) läuft der dritte Programmplanungszeitraum (PDPO III) zur ländlichen Entwicklung in Flandern zwischen 2014 und 2020. Es gibt sechs gemeinsame EU-Schwerpunkte zur ländlichen Entwiclung:

 

  • Schwerpunkt 1: Förderung von Wissenstransfer und Innovation in der Land- und Forstwirtschaft und den ländlichen Gebieten
  • Schwerpunkt 2: Verbesserung der Lebensfähigkeit der landwirtschaftlichen Betriebe und der Wettbewerbsfähigkeit aller Arten von Landwirtschaft sowie Förderung innovativer Bewirtschaftungsmethoden und nachhaltiger Forstwirtschaft
  • Schwerpunkt 3: Förderung einer Organisation der Nahrungsmittelkette, des Tierschutzes und des Risikomanagements in der Landwirtschaft
  • Schwerpunkt 4: Wiederherstellung, Erhaltung und Verbesserung der mit der Land- und Forstwirtschaft verbundenen Ökosysteme
  • Schwerpunkt 5: Förderung der Ressourceneffizienz und Unterstützung des Agrar-, Ernährungs- und Forstsektors beim Übergang zu einer kohlenstoffarmen und klimaresistenten Wirtschaft
  • Schwerpunkt 6: Förderung der sozialen Eingliederung, der Bekämpfung der Armut und der wirtschaftlichen Entwicklung in den ländlichen Gebieten

Anschlieβend wurden drei horizontale Ziele vorgegeben: Innovation, Umwelt und Maβnahmen zum Klimawandel (Mitigation und Adaptation).

LEADER entstand Anfang der neunziger Jahre auf europäischer Ebene als eine innovative Methode zur Durchführung der Politik im ländlichen Raum. Mittels eines Bottum-up-Ansatzes wird eine langfristige gebietsbezogene Vision entwickelt und umgesetzt. Lokale öffentlich-private Partnerschaften, die sogenannten Lokalen Aktionsgruppen (LAG), entwerfen diese lokalen Entwicklungsstrategien und führen sie auch durch. Dies bedeutet, dass sie unter anderem zuständig sind für die Auswahl der Projekte, die Betreuung der Promotoren, die finanzielle und inhaltliche Verfolgung der Durchführung der lokalen Entwicklungsstrategie, Aufklärung und Öffentlichkeitsarbeit. Auβerdem müssen die LAG multisektoral arbeiten, so dass Zusammenarbeit und Vernetzung erreicht werden. Flandern nimmt bereits seit dem Beginn der Methodik an der LEADER-Geschichte teil.

In diesem Programmplanungszeitraum sind nicht weniger als zwölf flämische LEADER-Regionen beteiligt: Haspengouw, Kempen-Maasland, MarkAante Kempen+, Kempen Oost, Kempen Zuid, Pajottenland+, Hageland+, Vlaamse Ardennen, Meetjesland, Grensregio Waasland, Westhoek, Midden-West-Vlaanderen. 

Kontaktinformationen: https://www.ruraalnetwerk.be/pdpo-iii/oproepen-leader/contactpersonen.

Karte - ländlichen Raums

 

Wie in allen Mitgliedstaaten, beinhaltet das Programm zur ländlichen Entwicklung die Gründung eines Netzwerks für ländliche Räume, das sich mit der Vernetzung und Kommunikation zwischen den ländlichen Akteuren beschäftigt. Es stellt sich zur Aufgabe, “die Kraft hinten der Gruppendynamik der sich entwickelnden ländlichen Räume“ zu sein.

Im dritten programm zur ländlichen Entwicklung verfolgt das Flämische Netzwerk für Ländliche Räume vier strategische Ziele:

  1. Ziel 1: Mehr Stakeholder mehr einbeziehen in und informieren über das PDPO
  2. Ziel 2: Eine (besser) geeignete Abstimmung zwischen dem PDPO und den flämischen ländlichen Gebieten erreichen
  3. Ziel 3: Das breite Publikum informieren über das PDPO und die ländliche Entwicklung
  4. Ziel 4: Beschleunigen der Innovation in der Land- und Forstwirtschaft und den ländlichen Gebieten

Diese Ziele sind eine Übersetzung der von der EU auferlegten Ziele.

Dazu übernimmt das Netzwerk folgende Aufgaben:

  • Die Verbreitung der guten Praktiken und Projektbeispiele ermöglichen;
  • Den thematischen und analytischen Austausch zwischen Beteiligten in der ländlichen Entwicklung ermöglichen, einschlieβlich des Teilens und Verbreitens der Ergebnisse;
  • Ausbildungs- und Vernetzungsveranstaltungen organisieren und/oder ermöglichen (insbesondere zum Thema interterritoriale und transnationale Zusammenarbeit, gegenseitige Zusammenarbeit und sonstige Möglichkeiten der Zusammenarbeit);
  • Vernetzungsmomente über Beratung und Innovation organisieren und/oder ermöglichen, u.a. in Zusammenarbeit mit dem flämischen Netzwerk fur Europaische Innovationspartnerschaften (EIP)
  • Erkenntnisse zum Monitoring und zur Evaluation des PDPO II und II teilen und verbreiten
  • Die allgemeine Kommunikation zum PDPO durchführen, nach Rücksprache mit der Verwaltungsstelle und in einem Kommunikationsplan erarbeitet , einschlieβlich der Kommunikation mit dem breiten Publikum;
  • Aktiv an der Wirkung des Europäischen Netzwerks für ländliche Entwicklung beitragen

 

Ariane Van Den Steen
Koordinatorin Flämisches Netzwerk für Ländliche Räume

Flämische Behörden
Departement für Landwirtschaft und Fischerei
Abteilung Organisationspolitik, Finanzen und Kommunikation
Ellipsgebäude (5. Etage) 
Koning Albert II-Laan 35, bus 40
1030 Brüssel
Belgien

 

Tel.:  +32(0)2 552 77 39
E-Mail: vlaamsruraalnetwerk [at] vlaanderen [dot] be

Anfahrt zum Ellipsgebäude:

Itenary to Ellipse Building in Brussels North Region

 

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